22.02.2017, von M. Berghaus

Fachgruppe Räumen rettet Gelbbauchunke

So richtig im Matsch wühlen für einen guten Zweck. Das war die Aufgabe der FGr-Räumen bei der Ausbildung im Februar. Wo sonst Flurschäden vermieden werden, galt es dieses mal gezielt Biotope für eine bedrohte Tierart zu schaffen.

Aufgrund einer Anfrage des NAB (Naturschutzbund Deutschland e.V.) rollte am Samstag, den 18.02.2017 die Fachgruppe Räumen des Ortsverband Bergisch Gladbach mit schwerem Gerät in die Grube Weiß.

Dort ist die Gelbbauchunke zu Hause, die als Lebensraum vegatationsfreie Pfützen und Tümpel benötigt. Um diesen Lebensraum zu erhalten und gute Bedingungen für die vom Aussterben bedrohte Amphibie zu schaffen, ist der Radlader ein ideales Werkzeug.
So wurden tiefe Fahrspuren geschaffen und kleine Tümpel mit der Schaufel gegraben - Eine Arbeit nach dem Geschmack von Gruppenführer Andreas Berghaus, Truppführer Atilla Segedi und Bergungsräumgerätefahrer Kay Eberwein.
Auch Tobias Mika von der Biologischen Station Rhein-Berg und Oberberg freut sich über die Hilfe des THW. "Die Population steigt wieder", sagt der Biologe, der das Schutzprojekt für die bedrohte Tierart seit fünf Jahren in Kooperation mit der Stadt Bergisch Gladbach, dem Bergischen Naturschutzverein und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises betreut.

Wenn Anfang April "Bombina variegata", wie die gelb gefleckte Unke mit wissenschaftlich Namen heißt, aus ihrem Winterschlaf erwacht, kann sie sich über die neu geschaffenen Lebens- und Laichmöglichleiten freuen. Auch der NABU und das THW können dann auf die gelungene Kooperation im Naturschutz blicken.
Vielleicht zeigt sich das Tier dann ja auch in "Kahn-Stellung", wie der Torwart mit erhobenen Armen, den gelben Bauch als markantes Zeichen ihrer Gattung präsentierend...


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